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Ziele

Einblicke & Hintergründe

Der Rotary Club Mainz ist Teil einer weltweiten Vereinigung, die von ca. 1,2 Millionen Menschen in über 160 Ländern und Regionen getragen wird. In Deutschland gibt es über 740 Clubs, davon 3 in Mainz.
Die Mitgliedschaft im Rotary-Club erlangt man nicht durch einen Aufnahmeantrag, sondern nur auf Vorschlag von Mitgliedern des Clubs.

Rotary unterscheidet nicht nach Religionen, Rassen, Völkern oder politischen Anschauungen, sondern erwartet von allen seinen Mitgliedern hervorragende berufliche Leistungen, persönliche Integrität und weltoffene Haltung. Ziel Rotarys ist das selbstlose Dienen, die alltägliche Dienstbereitschaft. Rotarier streben sie auf folgenden Wegen an:

- durch Pflege der persönlichen Freundschaft innerhalb des Clubs, aber auch zu Mitgliedern aus anderen Ländern der Welt;
- durch Einhaltung hoher ethischer Grundsätze, und zwar im Beruf ebenso wie im Privatleben,
- durch verantwortungsbewusste Arbeit zum Nutzen der Allgemeinheit,
- durch aktives Eintreten für Frieden und Verständigung unter den Völkern.

Die Rotarier des Mainzer Clubs treffen sich jeden Montag und pflegen dabei das offene berufsübergreifende Gespräch. Man sitzt im Freundeskreis zu Tisch, während ein Mitglied oder ein Gast aus seinem Beruf, von seinem ehrenamtlichen Engagement oder über seine privaten Interessen berichtet. Die Rotarier sind verpflichtet, an diesen Meetings teilzunehmen (Präsenzpflicht). Diese stärkt die enge Zusammengehörigkeit im Geist weltweiter und lokaler Freundschaft. Jeder Rotarier ist jederzeit in jedem Rotary Club der Welt als Gast und Freund willkommen. Entspannte Geselligkeit und abwechslungsreiche Unterhaltung beleben die Gemeinschaft.
Im Rotary Club sollen sich Struktur und Wesen der Gesellschaft widerspiegeln.
Deshalb ist in jedem Club jeder Beruf nur durch ein Mitglied repräsentiert (Berufsklassenprinzip). Auf diese Weise lernen sich die Vertreter der verschiedenen Berufs- und Wissensgebiete besser kennen und verstehen. Nach außen ist ein derart breitgefächertes Potential an hochqualifizierten Kräften aller Art hilfreich im Dienst für das Gemeinwohl. Die drei Mainzer Rotary Clubs haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen Einblicke in die Berufswelt zu gewähren. In jedem Jahr treffen sich die Rotarier mit Schülerinnen und Schülern aller Schularten, um über ihre praktischen Erfahrungen im Beruf zu berichten.

Dem Wohle aller Menschen dient Rotary mit zahlreichen Gemeinschaftsprojekten sozialer und kultureller Art. Wie keine andere Organisation ist Rotary in der Lage, durch die zusammengefasste Finanzkraft und das persönliche Engagement von über einer Million Mitgliedern beeindruckende humanitäre Leistungen zu vollbringen. Eines der erfolgreichsten rotarischen Projekte ist die Aktion „PolioPlus“, mit der die Kinderlähmung ausgerottet werden soll. Aber auch auf lokaler Ebene sind die Rotary Clubs aktiv. Der Rotary Club Mainz hat in der Vergangenheit Kinderhilfsorganisationen ebenso unterstützt wie Hilfsaktionen für Obdachlose, soziale Projekte ebenso wie kulturelle. Die Hilfe ist dabei nicht nur auf Projekte in Mainz beschränkt. Auch konkrete Projekte im ehemaligen Jugoslawien, in Afrika oder in Südamerika wurden vom Club in den letzten Jahren finanziell unterstützt: Gemeindienst
Der rotarische Dienst an der Gemeinschaft besteht dabei nicht allein in der Gewährung finanzieller Hilfen, sondern auch in ganz praktischen Aktionen.
Näheres zu den geförderten Projekten finden Sie hier: Mainzer Rotary Jugendpreis

Gemeindienst

Gemeindienst
Besser ein kleines Geschenk als große Versprechen

Ein zentrales Anliegen von Rotary ist es, Armen, Kranken und Notleidenden in Nah und Fern zu helfen.
Der Gemeindienst ist wohl der unmittelbarste der vier rotarischen Dienstzweige.
Eine vorausschauende und systematische Projekt- und Finanzplanung gehören zum Erfolg ebenso dazu wie das Bewusstsein über Missseren. Eine zielgenaue Bestimmung von Projektumfängen, Terminen, Kosten und Endabnahmen ist daher unerlässlich. Ein ideales Gemeindienstprojekt kann zum einen die Behebung eines temporären Notstandes sein; es werden aber auch Projekte gefördert, die auf eine langfristige Unterstützung angelegt sind.
Hilfe zur Eigenständigkeit sollte stets Teil einer langfristigen realistischen Perspektive sein.

Betätigungsfelder können u.a. sein, die Umwelt, behinderte Kinder und Erwachsene sowie deren Werkstätten und Wohnheime, Seniorenbetreuung, Organisation von Nachbarschaftshilfen, Projekte in der dritten Welt und vieles mehr.

Wichtig bei den Gemeindienstprojekten ist, dass der Club die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kennt. Es ist besser, sich auf einige Projekte mit entsprechender Unterstützung zu konzentrieren, als vieles nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen.
Zumindest einigen langfristigen Projekten sollte Vorrang eingeräumt werden.
Selbstverständlich wird neben der Spende auch der persönliche Einsatz eines jeden rotarischen Mitgliedes erwartet.

Jedes Jahr führen ca. 1,2 Millionen Rotarier und Rotarierinnen in aller Welt Gemeindienstprojekte durch, um Missständen abzuhelfen.

Zur Finanzierung der Gemeindienstprojekte dient dem RC Mainz jedes Jahr eine Weihnachtsspende, bei der von jedem Rotarier erwartet wird, dass er für den Gemeindienst spendet.
Das für den Gemeindienst verantwortliche Vorstandsmitglied ist zuständig für das Auffinden, die Prüfung und das Aufarbeiten von Projekten, die der Club dann bearbeiten oder betreuen soll. Über die Verteilung der Mittel entscheidet dann der Vorstand.

In den letzten Jahren konnten viele Projekte vom RC Mainz unterstützt werden. Hier seien nachfolgend einige genannt:

Peter-Jordan-Schule Mainz www.peter-jordan-schule-mainz.de
Die Peter-Jordan-Schule wird von Kindern und Jugendlichen besucht, die wegen ihrer allgemeinen Entwicklung einer ganzheitlichen Förderung bedürfen. Die Beeinträchtigung der Schüler reicht von allgemeinen Wahrnehmungs-, Verarbeitungs- und Wiedergabestörungen bis hin zu Schwerstbehinderungen.
Gegründet 1965 betreut die Schule seit mehr als 40 Jahren behinderte Kinder und Jugendliche.
Seit Jahren unterstützt der RC Mainz den Förderverein der Schule bei Projekten zur Förderung der gesamten Schulgemeinschaft, einzelner Klassen oder auch einzelne Schüler. Mit Hilfe der Spenden konnten Therapie- und Spielgeräte angeschafft werden. Auch eine Unterstützung des vom Förderverein finanzierten Schulbusses war möglich.
Der RC Mainz versteht die Unterstützung und Förderung der Peter-Jordan-Schule als ein Langzeit- und Identifikationsprojekt, um hier einer in der Öffentlichkeit nicht immer ausreichend wahrgenommenen Gruppe zu helfen.

Lebenslauf www.Lebenslauf-Mainz.de
Der Lebenslauf ist die offizielle Charity Aktion im Rahmen des Gutenberg-Marathons Mainz. Auf Initiative des Sportbundes Rheinhessen entstand 2005 der Lebenslauf als offizielle Wohltätigkeitsveranstaltung des Gutenberg-Marthons Mainz. Ziel des Lebenslaufs ist es, neben der finanziellen Unterstützung karitativer Einrichtungen, diese in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.
Seit 2006 ist der RC Mainz offizieller Partner des Lebenslaufs.
Bisher unterstützte der Lebenslauf u.a. die Peter-Jordan-Schule Mainz, die Mainzer Tafel sowie Femma und den Sozialdienst katholischer Frauen.
Jeweils am Vortag des Marathons findet ein Aktionstag vor dem Mainzer Theater zugunsten der jeweiligen geförderten Institution statt. Neben einem interessanten Veranstaltungsprogramm wird durch Kaffee- und Kuchenverkauf für die Institutionen Geld gesammelt.
Eine weitere Unterstützung ist möglich durch den Kauf entsprechender Laufshirts mit dem Aufdruck der im jeweiligen Jahr geförderten Institutionen.

Pfarrer-Landvogt-Hilfe www.plh.de
Die Pfarrer-Landvogt-Hilfe betreut seit 30 Jahren wohnungslose Menschen. Neben einer Beratungsstelle bietet sie eine Teestube sowie eine Kleiderkammer an.
Der RC Mainz hat die Pfarrer-Landvogt-Hilfe im Rahmen seiner Weihnachtsspende 2008 unterstützt. Darüber hinaus ist sie eine der beiden bedachten Institutionen des Lebenslaufs 2009.

Wendepunkt
Der Wendepunkt unterstützt wohnungslose Frauen, indem er ihnen Obdach und Unterstützung bietet. Im Haus des Wendepunkts in der Mainzer Neustadt steht eine Beratungsstelle zur Verfügung. Des Weiteren bestehen Möglichkeiten für Tagesaufenthalte, Notschlafstellen, Heimplätze und eine Mutter-Kind-Wohnung.
Ziel ist es, wohnsitzlosen Frauen die Rückkehr in eine eigene Wohnung zu ermöglichen.
Der RC Mainz hat den Wendepunkt im Rahmen seiner Weihnachtsspende 2008 unterstützt. Darüber hinaus ist sie eine der beiden bedachten Institutionen des Lebenslaufs 2009.

Seara – Kids for Kids life www.seara.de
Seara betreibt in der brasilianischen Großstadt Santarem eine Tagesstätte für unter- und mangelernährte Kinder am Amazonas. Dort werden täglich 140 Kinder gesundheitlich und pädagogisch betreut. Die Mitarbeiter von Seara helfen den Familien mit Projekten zur Jugend- und Berufsbildung.
Die Gruppe Kids for Kids life ist im Januar 2006 auf Initiative von Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren in Mainz entstanden. Inzwischen gehören ihr fast 30 Jugendliche an, die sich in unregelmäßigen Abständen treffen und Kinder und Jugendliche in ihren Schulen und anderswo über Kinderarbeit, Mangel- und Unterernährung und Lebenswege von Kindern in armen Ländern informieren.
Die Gruppe Kids for Kids life organisiert Spendenaktionen für Seara in Brasilien.
Für ihr Engagement ist die Jugendgruppe Kids vor Kids life des Fördervereins Seara 2007 mit den Deutschen Kinderpreis 2007 ausgezeichnet worden.
Die Jugendlichen belegten in der Kategorie Kinder helfen Kindern in der Welt den ersten Platz und sind damit eines von neun Projekten aus ganz Deutschland, die für ihr vorbildliches, zukunftsorientiertes Engagement für Kinder mit diesem Preis geehrt wurden.
Der RC Mainz hat über die Jugendgruppe deren Arbeit für und in Brasilien finanziell unterstützt.

Mainzer Hospiz www.mainzer-hospiz.de
Die Mainzer Hospizgesellschaft Christopherus dient schwerstkranken und sterbenden Menschen ohne Rücksicht auf Glauben, Rasse und Nationalität.
Die Hospizarbeit kümmert sich um die physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Leiden von Schwerstkranken und Sterbenden und bezieht dabei die Angehörigen und Freunde in ihre Betreuung mit ein.
Gegründet 1990 hat sich die Hospizgesellschaft rasch entwickelt. Bereits 1991 wurde der erste Patient von einem Hospizhelfer besucht. Seit dieser Zeit sind viele Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt durch die Hospizgesellschaft betreut worden.
2002 wurde das stationäre Hospiz in Mainz-Drais eröffnet, welches in enger Kooperation mit der Hospizgesellschaft schwerstkranke Menschen betreut.
Die meisten Hilfsangebote sind für Patienten und Familien kostenlos, darüber hinaus müssen auch 10 % der Betriebskosten des stationären Hospizes aus Spenden finanziert werden.
Die Arbeit der Mainzer Hospizgesellschaft ist in den letzten Jahren immer wieder vom RC Mainz unterstützt worden.

Unterstützung eines Kindergartens der rumänischen Caritas in Blaj
Blaj, zu deutsch Blasendorf, ist eine Stadt in Siebenbürgen, Rumänien. Auch wenn Rumänien zwischenzeitlich Mitglied der EU geworden ist, haben vielerorts die sozialen und schulischen Verhältnisse nicht europäischen Standard.
Zu einer guten und geregelten Versorgung der Kinder betreibt die rumänische Caritas in Blaj einen Kindergarten.
Seit mehreren Jahren übernimmt der RC Mainz die Gehaltskosten für eine der dort beschäftigten Kindergärtnerinnen.
Durch das persönliche Engagement eines Mitgliedes des RC Mainz ist sichergestellt, dass die Mittel direkt vor Ort ankommen und sachgerecht verwendet werden.

Mainzer Tafel www.mainzer-tafel.de
Gegründet 2001, eine von rund 700 deutschen Städtetafeln, sammelt die Mainzer Tafel bei Supermärkten, Bäckereien und Kaufhäusern Lebensmittel und Waren, die nicht mehr im Wirtschaftsprozess verwendet werden. Unter dem Motto: „Lebensmittel verschenken statt vernichten“ werden diese an bedürftige Mainzerinnen und Mainzer abgegeben.
An vier Tagen in der Woche erfolgt die Ausgabe in den Räumen der Mainzer Tafel in der Heidelbergerfassgasse 16.
Mittlerweile unterstützt die Mainzer Tafel mehr als 1.700 Menschen wöchentlich mit Lebensmitteln. Etwa 2,5 Tonnen Lebensmittel pro Woche werden bei den Warenspendern gesammelt und abgegeben.
Auch die Mainzer Tafel konnte durch den RC Mainz finanziell unterstützt werden.
Darüber hinaus war die Mainzer Tafel 2007 die vom Lebenslauf unterstütze Organisation.

Femma – Mädchenhaus Mainz www.maedchenhaus-mainz.de
Die Arbeit von Femma stellt die Mädchen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit und bietet ihnen in vielfältiger Weise eigene Räume an.
Ziel ist es, Mädchen und junge Frauen in ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen und ihre Teilnahme in der Gesellschaft zu fördern.
Femma bietet u.a. an: Sozialtherapeutische Mädchenberatung, in Obhutnahme und Krisenintervention, betreute Mädchenwohngruppe, betreutes Wohnen, Erziehungsbeistand/schaft, praxisnahe Berufsorientierung in Seminaren und Workshops und vieles mehr.
Gegründet 1984 wurde 1989 der erste Mädchentreff eröffnet. 1992 nahm die sozialtherapeutische Beratungsstelle ihre Arbeit auf. Im Frühjahr 2002 wurde die Mädchenwohngruppe eröffnet; seit 2004 bietet das Mädchenhaus betreutes Wohnen an.
Im Jahr 2006 wurde der Bereich Erziehungsbeistand/-schaft realisiert.
Femma konnte durch die Weihnachtsspende des RC Mainz sowie als offiziell durch den Lebenslauf 2008 geförderte Institution unterstützt werden.

Sozialdienst katholischer Frauen Mainz www.skf-mainz.de
Der Sozialdienst katholischer Frauen in Mainz hilft und berät Frauen, Kinder und Familien kostenlos und anonym, die sich in Krisen und Nöten befinden. Im SkF arbeiten Fachkräfte und Ehrenamtliche zusammen. Es wird eine Reihe aufeinander abgestimmter praktischer Hilfen angeboten, u.a. das Frauenhaus für gewaltbedrohte Frauen und ihre Kinder, die Lern- und Spielstube für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, die Kleiderkammer oder der Brotkorb.
Seit mehr als 40 Jahren arbeitet der SkF in Mainz.
Der SkF betreibt seit vielen Jahren das Frauenhaus Mainz, welches für körperlich und/oder seelisch misshandelte Frauen und ihre Kinder Tag und Nacht zu erreichen ist und einen unbürokratischen Schutz, Wohnung und Sicherheit vor Gewalt und Verfolgung bietet.
Die Frauen erhalten dort Unterstützung und Begleitung durch fachliche Beratung. Darüber hinaus bietet der SkF eine breite Palette an Unterstützungsmaßnahmen an. Hier seien nur die allgemeine Lebensberatung, die Schwangerenberatung, die Kleiderstube und der Babykorb sowie eine große Anzahl von Gruppenangeboten, wie z.B. heilpädagogisches Reiten, Sprachkurse, Elternkurse etc. genannt.
Als ebenfalls von Mainzer Lebenslauf 2008 offiziell unterstützte Institution konnte dem SkF sowohl hierüber als auch über die Weihnachtsaktion des RC Mainz finanzielle Unterstützung gewährt werden.

Child Spacing in Kano und Kaduna State (Nigeria) www.racmz.de
Der Zusammenhang von Armut, starkem Bevölkerungswachstum sowie Kinder- und Müttersterblichkeit insbesondere in Entwicklungsländern ist bekannt und gilt als eine der größten Herausforderungen für die kommenden Jahre. In Nigeria, trotz großer Ölvorkommen eines der ärmsten Länder dieser Welt, leben heute ca. 133 Millionen Menschen, im Jahre 2025 werden es ca. 210 Millionen sein. Die Situation der Frauen ist besonders schwierig, denn von 1000 sterben 8 bis 10 bei der Geburt eines Kindes und Mädchen bekommen in der Regel im Alter von 11 bis 14 Jahren ihr erstes Kind. Dazu besteht nur begrenzt Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und Vorsorgeuntersuchungen. Insgesamt liegt die Rate derjenigen, die Zugang zu Kontrazeptiva haben, bei 8-9 % (zum Vergleich: in den USA lag die Quote im Jahre 2006 bei ca. 73 %).
Um die Gesundheit der Mütter in Nigeria zu verbessern, werden in den beiden Staaten Kano und Kaduna im Norden Nigerias etwa 100 TBAs (traditional birth attendants) und 50 CHWs (community health workers) ausgebildet und mit den Möglichkeiten und Methoden des Child Spacing vertraut gemacht. Die ausgebildeten TBAs und CHWs werden ihr Wissen weitertragen und Mädchen und junge Frauen informieren sowie ihnen Zugang zu Verhütungsmethoden und –mitteln verschaffen.
Child Spacing bedeutet, Anzahl und Zeitpunkt von Geburten individuell planen zu können. Auf diese Weise können die Mädchen ohne Sorge um ein Kind die Schule besuchen und so auch später am sozialen, politischen und öffentlichen Leben teilnehmen. Ebenso spielen medizinische Aspekte eine Rolle: Durch zu frühe oder zu kurz aufeinander folgende Schwangerschaften nehmen gesundheitliche Komplikationen bei Mutter und Kind zu.
Dieses Projekt des RAC Mainz wird in Zusammenarbeit mit nigerianischen Rotaractern und Rotariern des Distrikts 9120 umgesetzt werden, die den Ablauf vor Ort koordinieren werden.